Alle Artikel von Christopher Witte

Wegweiser Inklusion für Frankfurt

„Hilfe von Anfang an“ der Wegweiser Inklusion für Frankfurt.

Damit dieses Projekt Wirklichkeit werden kann, benötigen wir Ihre Hilfe. Für jedes Foto, dass Sie mit unserem beigefügten Weihnachtsset fotografieren, spenden wir 20€ für den Wegweiser Inklusion – bitte helfen Sie uns, unser Spendenziel von 3.000€ zu erreichen.

„Diagnose Behinderung!“ für Eltern, die erkennen, dass ihr Kind eine Behinderung hat, beginnt ein völlig neuer Weg. Außergewöhnlich, herausfordernd, oft anstrengend. Die Gefühle fahren Achterbahn: die große Freude über den Nachwuchs und am Boden zerstört. Neben Nervenstärke, Eigeninitiative, Durchsetzungskraft und viel Liebe benötigen Eltern von Kindern mit Behinderung besonders eins: Unterstützung. Der Wegweiser Inklusion Frankfurt wird genau diese Unterstützung geben: Wohin wende ich mich, woher bekomme ich Unterstützung. Ärzte, Ämter, Anlaufstellen…

Das Spendenziel erreichen wir ganz einfach: Maske ausschneiden, die Stäbchen befestigen, Kolleginnen und Kollegen zusammenbringen, Selfie machen und bis zum Ende des Jahres im Internet auf www.facebook.com/ConsultoFFM posten oder uns das Bild zur Veröffentlichung unter wegweiserinklusion@consulto.de zur Verfügung stellen.

Natürlich können Sie gerne auch direkt spenden:
Kontoinhaber: Lust auf besser leben gGmbH

Spendenkonto: IBAN DE 4306 0967 6037 1786 00

Verwendungszweck: Wegweiser Inklusion

Hier geht es zur Aktion: https://www.facebook.com/ConsultoFFM/

Einladung Vortragsabend 30.01.2019

Am 30. Januar findet unser Vortragsabend ganz im Zeichen des Jahreswechsels zu rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Themen mit anschließendem get-together statt. Die Themen sind: „Gesetzliche Änderungen 2019 für Unternehmer und Verbraucher“ (Veit Reichert), „Möglichkeiten zur Unternehmensentwicklung im Jahr 2019“ (Christopher Witte) und „Neue Gesetze und wichtige Vorschriften aus dem Steuerrecht 2019“ (Florian Varinli). Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Anmeldung erforderlich unter veranstaltung@consulto.de

Frohe Weihnachten

shutterstock.com / Smileus

Und wieder neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Dies nehmen wir zum Anlass, Ihnen in der vorweihnachtlichen Zeit für Ihre Treue, das entgegengebrachte Vertrauen im Jahre 2018, sowie die angenehme Zusammenarbeit zu danken. Das gesamte Consulto-Team freut sich auf ein neues Jahr voller spannender Aufgaben und guter Zusammenarbeit mit Ihnen.

Doch bevor wir in das nächste, arbeitsfreudige Jahr starten, wünschen wir Ihnen, Ihren Angehörigen und Ihren Mitarbeitern von Herzen ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2019.

Lohnsteuerklassen

shutterstock / Antonio Guillem

Wie hoch der Nettolohn eines Arbeitnehmers ausfällt, hängt maßgeblich von seiner Steuerklasse ab. Sie entscheidet darüber, wie viel Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer der Arbeitgeber vom Bruttolohn des Arbeitnehmers an den Fiskus abführen muss. Bei einem Monatsbruttolohn von 2.000 € erhält ein gesetzlich versicherter Arbeitnehmer in Steuerklasse I beispielsweise einen Nettolohn von 1.384 € ausgezahlt, in der günstigsten Steuerklasse III bleiben für ihn monatlich 1.565 € übrig (bei Lohnzahlung in 2015). Die Wahl der Steuerklasse hat somit erhebliche finanzielle Auswirkungen.

Dieses Merkblatt erklärt Ihnen, welche Steuerklasse ein Arbeitnehmer in welcher Lebenssituation wählen kann bzw. sollte und wie Arbeitgeber an die Informationen für den zutreffenden Lohnsteuerabzug gelangen.

Dabei ist wichtig zu wissen: Für Arbeitnehmer, die alljährlich eine Einkommensteuererklärung abgeben, hat der Lohnsteuerabzug lediglich Vorauszahlungscharakter. Sie können sich zu hohe Lohnsteuerabzugsbeträge später über den Einkommensteuerbescheid zurückholen, weil das Finanzamt darin die einbehaltene Lohnsteuer auf die festgesetzte Einkommensteuer anrechnet.

Das Transparenzregister & Geldwäscheprävention

shutterstock / Alina Bratosin

Die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird aufgrund immer komplexerer Strukturen der organisierten Kriminalität immer wichtiger. Hierzu gibt es in Deutschland umfangreiche Regelungen, die auch Unternehmen dazu verpflichten, bei ihren Kunden entsprechende Prüfungen, etwa der Identität, durchzuführen. Längst sind davon nicht mehr nur Banken betroffen, auch Handelsunternehmen sowie Anwälte und Steuerberater können unter die Vorschriften des Geldwäschegesetzes (GwG) fallen. Dieses Merkblatt informiert über die Pflichten, von denen kleine und mittelständische Unternehmen betroffen sein können.

Einkommensteuerberatung 2017

yougoigo / www.shutterstock.com

Um Sie im Verfahren zur Einkommensbesteuerung ideal steuerlich beraten zu können, benötigen wir einige Angaben bzw. Nachweise von Ihnen. In unsrer Checkliste haben wir daher für Sie zusammengestellt, welche Informationen für die Anfertigung der Einkommensteuererklärung 2017 wichtig sind. Denken Sie daran: Jeder Beleg kann Ihre Steuerlast senken und somit bares Geld sparen!

Checkliste: Notwendige Belege für die Einkommensteuerberatung 2017

Rückblick der 1. Consulto-Veranstaltung

Am vergangenen Mittwoch hat zum ersten Mal eine Veranstaltung unter der gemeinsamen Dachmarke Consulto stattgefunden. Dabei referierten Rechtsanwalt Veit Reichert, Steuerberater Florian Varinli und Bachelor of Arts Christopher Witte über verschiedene Themen aus den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuer.

Im Rahmen der ersten Veranstaltung unter der gemeinsamen Dachmarke Consulto stellte Rechtsanwalt Veit Reichert am Abend des 27. September zu Beginn seines Vortrages das Beratungsnetzwerk und die Umsetzung der lang gehegten und entwickelten Idee von Claus-Dieter Kotalla vor: Sich ergänzende Dienstleistungen zusammenzuführen. „Fachliche Kompetenz aus Recht, Wirtschaft und Steuer unter einem Dach – das bedeutet kurze Wege und schnellere Abstimmungen.“ Die beteiligten Unternehmen der Dachmarke eine dabei ein Bestreben: Die strategische Begleitung ihrer Kunden. „Wir möchten Ansprechpartner in verschiedenen Bereichen sein, ja fast schon Lebensberater. Schließlich entscheiden die getroffenen Beschlüsse – ob rechtlich, betriebswirtschaftlich oder steuerlich – mit über die Zukunft unserer Kunden.“

In seinem Vortrag sprach Rechtsanwalt Veit Reichert vor zahlreichen Gästen über wichtige Themen rund um das Ende von Arbeitsverhältnissen, sowie über Risiken von Abmahnung, Kündigung und Abfindung. Dabei berücksichtigte er die Sicht von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen. Nahtlos ergänzte Steuerberater Florian Varinli die steuerliche Behandlung von Abfindungen als Lösung von Störungen im Arbeitsverhältnis und zeigte anhand von Beispielen auf, wie diese sich auswirken könnten. Im dritten und letzten Vortrag sprach Bachelor of Arts Christopher Witte über die Möglichkeiten zur Führung eines digitalen Fahrtenbuches und welche Aspekte es dabei zu beachten gelte.

Im Anschluss an diesen informativen und kurzweiligen Vortragsabend knüpfte sich ein gut genutztes „get-together“ bei leckeren Speisen und Getränken an. So konnte auch im Anschluss in zahlreichen Gesprächen das Netzwerk ausgebaut und weiterführende Informationen ausgetauscht werden.

Bereits jetzt unsere nächste Veranstaltung vormerken: 31. Januar 2018 zum Thema „Jahreswechel 2017/2018 – Wichtige Änderungen aus Rechts- Wirtschafts- und Steuerberatung“

Serie Teil 3: Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Rechnungswesen

alphaspirit / www.shutterstock.com

Lesen Sie in diesem Teil unserer Serie, wie die Einführung eines digitalen Buchführungsprozesses durch Nutzung von DATEV Unternehmen online möglich ist und was es dabei zu beachten gilt.

DATEV Unternehmen online umfasst alle Anwendungen für das Buchen digitaler Belege und unterstützt:

  • Bei der Erledigung von Zahlungen, dies erfolgt z.B. mit vorausgefüllten Zahlungsträgern vom digitalen Beleg und automatisierter Kontrolle der Kontoauszüge sowie Freigabe von Lohnzahlungen, auch erfolgt eine einfache Kontrolle des Geschäftskontos durch Abgleich der elektronischen Kontoauszüge mit den digitalisierten Rechnungsbelegen bei der Erstellung eines GoB-konformen Kassenbuchs, hierzu werden z.B. laufende Prüfungen vorgenommen (Kassenminusprüfung, Chronologie)
  • Bei der Erfassung von Personalstamm- und Bewegungsdaten für die Lohnabrechnung, auch ist die Vorwegberechnung lohnrelevanter Daten zu Informations- und Auskunftszwecken möglich
  • Bei Austausch und zentraler Ablage von Dokumenten für die Erstellung der Lohn- und Gehaltsdokumente über DATEV Digitale Personalakte

Darüber hinaus ist DATEV Unternehmen online optional erweiterbar, um die Angebots- und Rechnungsschreibung und dem Buchen elektronischer Belege (Kontoauszugs-Manager), mit dem Zahlungsunterlagen eingespielt und zeitnah in die Buchführung aufgenommen werden können.

Zur Nutzung von DATEV Unternehmen online sind aus technischer Sicht im Unternehmen lediglich eine Internetverbindung mit möglichst hoher Bandbreite und ein Scanner, alternativ ein Faxgerät mit CLIP-Funktion (Rufnummernweitergabe) und Einzelseitenerkennung erforderlich.

Die Basis für die Beweiskraft jeder Buchführung und sonst erforderlicher Aufzeichnungen sind Belege. Diese dienen dem sicheren und klaren Nachweis über den Zusammenhang zwischen den Vorgängen in der Realität einerseits und dem aufgezeichneten oder gebuchten Inhalt in Büchern oder sonst erforderlichen Aufzeichnungen und ihre Berechtigung andererseits.

Sofern ein Dokument oder auch eine handschriftliche Notiz diesen Zweck erfüllt, spricht man in diesem Zusammenhang von der Belegfunktion. Belege sind ab dem Zeitpunkt, ab dem sie die Belegfunktion erfüllen, unveränderbar vorzuhalten. Unveränderbarkeit bedeutet, dass Veränderungen nicht vorgenommen werden dürfen, deren Beschaffenheit es ungewiss lässt, ob sie ursprünglich oder erst später gemacht worden sind.

Wie bereits in den ersten Teilen unserer Serie ausgeführt, ist im Zusammenhang zum Belegwesen der allgemeine Grundsatz der Zeitgerechtheit einzuhalten. So sind Geschäftsvorfälle eines Unternehmens in einer Frist zu erfassen, in der ein zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Geschäftsvorfall und der Erfassung liegt. Zeitgerechte Erfassung und Ordnung bedeutet nach dem GoBD, dass ein Geschäftsvorfall möglichst unmittelbar nach seiner Entstehung in einer Grundaufzeichnung oder in einem Grundbuch zu erfassen ist. An dieser Stelle sei erneut darauf hingewiesen, dass unter dem Begriff „Erfassung“ nicht zwingend die unmittelbare buchungstechnische Erfassung von Belegen in der Finanzbuchführung gemeint sei, sondern primär die manuelle Sichtung und Sicherung durch eine geordnete Ablage der Belege. Die Grund(buch)aufzeichnungsfunktion kann auch in Form einer geordneten und übersichtlichen Belegablage erfüllt werden.

Die Folgen fehlender Ordnungsmäßigkeit können weitreichend sein und z.B. von der Nichtanerkennung einzelner Betriebsausgaben über die Zuschätzungen von Betriebseinnahmen oder Gewinnen bis hin zu Zwangsmitteln und Bußgeldern reichen.

Die GoBD nennen für die Erfassung eines Geschäftsvorfalles in einer geordneten Belegablage erstmals eine zeitliche Orientierung und führen u.a. eine Erfassung von unbaren Geschäftsvorfällen innerhalb von 10 Tagen als unbedenklich an. Das hat zur Folge, dass Belege in der Regel innerhalb von 10 Tagen zumindest identifiziert, gesichtet und geordnet abgelegt werden sollten. Darüber hinaus seien Kontokorrentbeziehungen innerhalb von 8 Tagen zu erfassen.

Sofern sich der Unternehmer für eine bestimmte Form der Aufzeichnung entschieden hat, ist er insoweit verpflichtet, diese auch für Zwecke der Aufbewahrung und Auswertung vorzuhalten.

Der komplette Belegfluss von der Belegausstellung bzw. vom Eingang der externen Belege inklusive Belegidentifikation über die Ablage in einer geordneten und sicheren Ablage bis hin zu den aufbewahrungsspezifischen Besonderheiten soll gemäß Rz. 34 der GoBD in einer Verfahrensdokumentation beschrieben sein, die dauerhaft und uneingeschränkt Anwendung findet.

Zur Vermeidung von Risiken in der steuerlichen Außenprüfung soll für das Verfahren der Belegablage ein klar geregelter Prozess vorliegen, der u.a. die folgenden Fragen als Orientierung berücksichtigt:

  • Wie sind der Belegeingang und die Belegidentifikation organisiert?
  • Wie wird die Vollständigkeit der gesammelten Belege sichergestellt?
  • Nach welchem Ordnungssystem und an welchem Ort werden die Belege abgelegt?
  • Wie ist das evtl. Nebeneinander von konventionellen Papierbelegen und originär digitalen Belegen organisiert?
  • Wie ist der Ablageort (z.B. konventioneller Ordner oder IT-gestütztes Archivsystem) vor Zugriffen Unbefugter und vor Verlust geschützt?
  • Wer darf auf den Ablageort zugreifen und Belege einsortieren?
  • In welchen Abständen und auf welchem Weg erhält die buchführende Stelle (z.B. unternehmensinterne Buchführung oder Steuerberatungskanzlei) die Belege?
  • Wie wird sichergestellt, dass alle betroffenen Personen die oben genannten Aspekte kennen und beachten?
  • Wie wird sichergestellt, dass die Belege nicht vor Ablauf der Aufbewahrungsfristen vernichtet werden?

Wir sind Ihr kompetenter Partner bei der Identifikation und Dokumentation der relevanten Prozessschritte einer geordneten und sicheren Belegablage. Deshalb unser Tipp: Machen Sie mit uns die GoBD-Prüfung. Ziel und Schwerpunkt ist die Überprüfung sämtlicher Rechnungslegungsprozesse, der eingesetzten Systeme und deren Dokumentation auf Einhaltung der GoBD, sowie die Prüfung der tatsächlich gelebten Prozesse und Kontrollmechanismen. Gemeinsam decken wir Schwachstellen auf und erarbeiten Vorschläge zur Beseitigung.

Sie wollen DATEV Unternehmen online einmal live erleben? Probieren Sie es aus, kostenlos und unverbindlich in unserem Showroom!

Jetzt Termin vereinbaren: 069 – 95 92 99 90 – Das Team der Madel & Kotalla Wirtschaftsberatung freut sich auf Sie!

Digitales Fahrtenbuch mit VIMCAR

Dem Schreckgespenst Fahrtenbuch an den Kragen – Mit Lösungen von VIMCAR und Madel & Kotalla Wirtschaftsberatung

Das digitale Fahrtenbuch von VIMCAR, das gemeinsam mit Steuerberatern entwickelt wurde, führt beim Steuerzahler zu einer spürbaren Erleichterung – sowohl im Berufsalltag als auch im Geldbeutel. Gegenüber der Pauschalversteuerung lassen sich – je nach Anwendungsfall – jährlich Steuern im vierstelligen Bereich einsparen. Die zuverlässige Fahrtenerfassung erfüllt alle Anforderungen der deutschen Finanzbhörden mit Bravour, sodass mit Hilfe eines OBD-Steckers und der passenden Software in Form einer App ein finanzamtkonformes Fahrtenbuch entsteht, das bei Bedarf jederzeit an die Steuerbehörde oder den Steuerberater weitergereicht werden kann.

Damit hebt sich das VIMCAR-Fahrtenbuch merklich von Konkurrenzprodukten ab. Folgerichtig genießt das Unternehmen bereits das Vertrauen von mehreren Tausend Steuerkanzleien in ganz Deutschland, die den Service des Berliner Start-Ups guten Gewissens an ihre Mandanten empfehlen und ihnen mit einer individuellen Einzelfallberatung zur Seite stehen.

Auch die Zusammenarbeit mit Branchenriesen wie dem Deutschen Steuerberaterverband und der DATEV setzt ein Zeichen in puncto Professionalität für bestehende und potentielle Kunden. Die IT-Ordnungsmäßigkeit von wurde außerdem von KPMG auf Herz und Nieren geprüft.

Überzeugen auch Sie sich von VIMCAR und sprechen Sie uns an! Als Partnerunternehmen können wir Ihnen die digitale Fahrtenbuch-Lösungen sogar zum Vorzugspreis anbieten!

Unser Gewinnspiel

Gewinnen Sie einen Vimcar-Stecker inklusive einer kostenlosen Jahreslizenz mit unserem Facebookgewinnspiel: Madel & Kotalla Wirtschaftsberatungs AG

Mediation – Ein Interview mit Markus Schlögl

Wann immer Menschen in einem Team zusammenarbeiten oder Gesellschafter Entscheidungen für das gemeinsame Unternehmen treffen, kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und Kontroversen. In einem persönlichen Interview mit unserem Mediator Markus Schlögl haben wir über das Verfahren, die Vorteile und Grenzen, sowie die Aussichten auf Erfolg von Mediation gesprochen.

Herr Schlögl, Sie sind neben Ihrer Tätigkeit als Steuerberater seit vielen Jahren als zertifizierter Wirtschaftsmediator tätig. Was ist darunter eigentlich zu verstehen? Als Mediator ermögliche ich es konfligierenden Parteien durch meine Empathie und Fähigkeiten, gemeinschaftlich eine Lösung zu finden. Ich schaffe dafür eine Plattform der Wertschätzung und des Austauschs. Fachliche Kompetenz und Methoden stärken dabei die Selbstverantwortung der Teilnehmer und vermitteln alternative Umgangs- und Kommunikationsweisen. Es werden dabei Beziehungen und Interessen geklärt statt rückwärtsgewandte Anschuldigungen vorgetragen.

Können Sie ein Beispiel geben? In einer Parabel wird von drei Menschen erzählt, die alle drei auf die Herausgabe von einem Kürbis beharren und sich darüber streiten. Ich finde durch Nachfrage heraus, dass der erste das Fruchtfleisch braucht, weil er eine Suppe kochen will, der nächste die Kerne möchte, um Öl zu pressen, und der dritte ihn als Halloween-Kürbis aushöhlen möchte. Einen Streit, den ich als Mediator in eine dreifache Win-Situation verwandeln kann. 

Herr Schlögl, wie steuern und begleiten Sie einen solchen Prozess? Ich sorge für eine Befähigung der Konfliktparteien zur Klärung eigener Interessen und Bedürfnisse. Ich erreiche das durch meine Fragetechnik, durch aktives Zuhören, nochmaliges Zusammenfassen und Umschreiben der aufgenommenen Informationen, durch Perspektivenwechsel oder durch Spiegelung, sowie durch Analyse der Gruppendynamik und des Rollenverhaltens.

In welchen Situationen kann man dieses Verfahren anwenden? Streitigkeiten in Organisationen nehmen produktive Energie aus der eigentlichen Unternehmenstätigkeit heraus und schwächen damit die Firma. Im Grunde also in all denen Fällen, die eine ernsthafte Bedrohung für die wirtschaftliche Existenz der handelnden Personen oder für das Unternehmen darstellen. Auch präventiv im Vorfeld von Gesellschaftsvereinbarungen oder Testamentsgestaltungen, bei Meinungsverschiedenheiten im Team oder bei Auseinandersetzungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern kann Mediation gut Anwendung finden.

Herr Schlögl, wo liegen die Grenzen einer Mediation? Mediation ist kein Schiedsverfahren oder Gerichtsprozess. Die Mediation schafft vielmehr die Atmosphäre für eine Einigung untereinander. Der Mediator entscheidet nicht über Ansprüche und Positionen, sondern es geht um Interessen und Beziehungen. Die Konfliktparteien tragen eine Eigenverantwortung für den Ausgang des Mediationsprozesses. Es geht nicht darum, Recht zu haben, sondern um den zukünftigen Umgang miteinander.

Wo liegen die Vorteile? Mediation als Konfliktlösungsstrategie hat gegenüber dem gerichtlichen Weg viele Vorteile, da eine Entscheidung eigenbestimmt erfolgt und nicht fremdbestimmt durch den Richter. Ein Gerichtsverfahren legt Sachverhalte zugrunde, die in der Vergangenheit liegen. Mediation beschäftigt sich dahingegen mit Beziehungen und kann so gegenwärtige Situationen aufnehmen und abbilden. Erfahrungsgemäß kommt die Mediation auch schneller zum Ende als ein Gerichtsverfahren.

Gibt es ein besonders wichtiges Argument für Mediation? Lösungen, die in einer Mediation erarbeitet werden, sind oft tragfähiger und nachhaltiger als faule Kompromisse oder von außen gesprochene Urteile. Da am Ende der Mediation eine von beiden Seiten ausgearbeitete Einigung steht, kann man sich danach noch gut in die Augen schauen. Dies ist besonders in jenen Fällen wichtig, in denen die Parteien weiterhin zusammenarbeiten müssen.

Herr Schlögl, ein persönliches Wort zum Schluss. Warum haben Sie sich zum Mediator fortgebildet und was sind Ihre bisherigen Erfahrungen? Die Motivation zu der Fortbildung war das Streben nach einem tieferen Verständnis darüber, weshalb es im Wirtschaftsleben immer wieder zu Konflikten kommt, die Unternehmen massiv schädigen und gar bis in die Insolvenz treiben. Als Beobachter solcher Situationen konnte ich nur schwer verstehen, weshalb keine Einigung möglich ist, obwohl die Problemlösung oftmals so offensichtlich war. Ich wollte verstehen, warum erfahrenen Geschäftsleute derart irrational handeln, obwohl sie es auf Grund ihrer Erfahrung besser wissen müssten. Als Mediator kann ich den Konfliktparteien helfen, eigene Lösungen zu finden, die ohne ein entsprechendes Verfahren nicht möglich wären.

Das klingt fast magisch. Es hört sich aus der Ferne sicher etwas wie „Zauberei“ an. Dahinter steckt aber ein strukturiertes Verfahren, in dem Konfliktparteien selbst und ohne Beeinflussung des Mediators ihre Lösungen finden. Aus den bislang durchgeführten Mediationsverfahren kann ich nur berichten, dass es funktioniert – nicht immer so, dass die Konfliktparteien nach einem Mediationsverfahren als beste Freunde aus diesem herausgehen – aber zumindest so, dass Lösungen gefunden werden, die Unternehmen vor Schäden bewahren und Existenzen sichern.

Sie haben einen Streitpunkt mit Familienmitgliedern, Mitarbeitern oder Gesellschaftern? Die Fronten sind verhärtet und Sie kommen in diesen Punkten einfach nicht voran? Nutzen Sie unser Angebot der Mediation. Unabhängig, strukturiert und zielführend. 

Fragen? Anrufen! 069 – 95 92 99 90 Ihr Team der Madel & Kotalla Wirtschaftsberatung